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Kölner Fest für Alte Musik 2017

Kölner Fest für Alte Musik
Greatest Hits

 

 

Mit einem Konzert des englischen Vokalensembles Alamire und einer Lesung der feministischen Autorin Jutta Heinrich ging am Sonntagabend das siebte Kölner Fest für Alte Musik zu Ende. 6400 Besucher genossen in 25 Veranstaltungen Alte Musik in all ihren Facetten. Das Erschließen neuen Publikums und das Wagen ungewöhnlicher Konzertformate und Orte ist eines der Hauptanliegen des Künstlerischen Leiters Thomas Höft.

 

„Hinein in die Stadt“ tragen die Veranstalter des Kölner Fest für Alte Musik die Originalklänge aus vergangenen Jahrhunderten. Und zeigen, wie man mit einem mutigen und äußerst divergenten Programm den Anspruch der historischen Aufführungspraxis mit den  Bedürfnissen völlig neuer Zielgruppen verbinden kann. Wie das aufgeht haben die Konzerte mit dem Fetish Baroque Orchestra und der Koloratursopranistin Marie Friederike Schöder in der Volksbühne Köln, eine überzeugende Darbietung der Zauberflöte mit dem Schlagerbarden Guildo Horn, die Livekunst zu Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ mit dem Maler Tom Lohner und der Videokünstlerin Edda Rosemann in den BALLONI Hallen sowie die Wiederaufnahme des interaktiven Musiktheaterprojekts Musica Fugit, das durch zahlreiche ungewöhnliche Spielstätten in Köln Ehrenfeld führte, bewiesen.


Zwei Konzerte im Club Heinz Gaul mit Musikstudentinnen und Studenten aus Köln und Paris lockten junges Publikum an, das sich sonst eher zu aktuellen Klängen hingezogen fühlt. Bei freiem Eintritt ermöglichten die Wettbewerbskonzerte der Spielwiese und die Aufführungen beim Tag der offenen Tür im ZAMUS einen unverkrampften Zugang zur Alten Musik.


Die Kölner Szene hatte Gelegenheit zu Experiment und Konzertpremieren. So präsentierten die Ensembles Candens Lilium und Mixtura ein völlig neues Programm auf den Spuren der originalen Handschriften der Carmina Burana und verbanden gelungen mittelalterliche Musik mit Kompositionen des Zeitgenossen Ehsan Ebrahimi. Der Geiger Florian Deuter spielte ein Soloprogramm mit Partiten und Sonaten von Johann Sebastian Bach, das ZAMUS debütierte mit einer Live-Übertragung des Konzertes im Internet und erzielte dabei 6.000 Aufrufe. Und das Quatuor Romantique steuerte einen sensationellen Salonabend mit Opernstar Iris Vermillion bei.


Alte Musik soll nicht dem Fachpublikum vorbehalten bleiben – dazu ist sie viel zu wertvoll, so Thomas Höft, Intendant dieses grenzüberschreitenden Musikfestes, das ein starker Newcomer in der internationalen Festivallandschaft geworden ist. In 2018 findet das Kölner Fest vom 9. bis 25. März unter dem Motto „Krieg und Frieden“ statt.

 



Über das ZAMUS
Köln darf sich mit Fug, Recht und Augenzwinkern die Hauptstadt der Alten Musik nennen - ein Ehrentitel, den die Stadt 1996 durch einen Artikel in der New York Times verliehen bekam. 1954 wurde hier die Cappella Coloniensis als weltweit erstes Orchester mit historischem Instrumentarium gegründet. Vorangetrieben durch das Interesse des Westdeutschen Rundfunks und der Kölner Musikhochschule konnten sich in Köln zahlreiche Musikerinnen und Musiker, Ensembles und Orchester etablieren, die den Ruf Kölns als Hauptstadt der Alten Musik verfestigten und in die Welt hinaustrugen. Und in der Tat verfügt bis heute keine andere Stadt in Deutschland über ein solch starkes Potential in dieser Szene.

Um der Vernetzung und Stärkung der Akteure Rechnung zu tragen, ist das Zentrum für Alte Musik Köln im Februar 2012 eröffnet worden. Hier sollen Musiker günstig Probenmöglichkeiten und Büroräume finden und zudem durch Beratung in allen relevanten Feldern für freischaffende Musiker, von Öffentlichkeitsarbeit bis Steuerrecht und Künstlersozialkasse, Hilfestellung und Entlastung erfahren. Am Sitz des Zentrums finden sich die Geschäftsstellen von Orchestern, Ensembles und Agenturen, Mitglieder können Konferenzräume, Probensäle und Instrumente anmieten, und eine ganze Reihe von Veranstaltungen für Künstler aber auch für Publikum von Jung bis Alt laden dazu ein, sich mit Alter Musik neu zu beschäftigen. Einmal im Jahr treffen sich im Kölner Fest für Alte Musik Musikerinnen und Musiker aus der ganzen Welt zu einem internationalen Festival , das in Konzertsälen im gesamten Kölner Stadtgebiet stattfindet.

 

 

Über Thomas Höft
Thomas Höft arbeitet als Autor, Regisseur und Dramaturg in sehr unterschiedlichen Bereichen der Kunst. Er verantwortete große historische Themenausstellungen in deutschen und österreichischen Museen und schrieb Sachbücher – für „Welt aus Eisen“ wurde er mit dem Österreichischen Staatspreis Buchkunst ausgezeichnet. Vor allem aber ist er mit zahlreichen Theaterstücken und Opernlibretti bekannt geworden. So schrieb er eine Neufassung von Suppés „Schöner Galathee“ für die Deutsche Oper Berlin, das Ballett „Circe und Odysseus“ für den amerikanischen Komponisten Gerald Humel und die Berliner Komische Oper, und für Siegfried Matthus die Oper „Kronprinz Friedrich“, die von Götz Friedrich uraufgeführt wurde. 2006 folgte die Oper „Radek“ mit der Musik von Richard Dünser bei den Bregenzer Festspielen, und 2010 an der Wiener Staatsoper die Premiere von Thomas Höfts Oper „Pünktchen und Anton“ nach Erich Kästner, mit Musik des Komponisten Iván Eröd.

Durch Götz Friedrich zu ersten Regiearbeiten ermutigt, nimmt die Musiktheaterregie einen kontinuierlich immer gewichtigeren Raum in Thomas Höfts Schaffen ein. Seit 1994 arbeitet Thomas Höft als Dramaturg der styriarte und seit 2003 auch von Psalm. Von 1999 bis 2001 war Thomas Höft außerdem Intendant des Brandenburger Theaters. Zudem arbeitet er als Intendant der Kulturhauptstadtbewerbung Augsburg 2010 sowie als Intendant des Festjahres PAX 2005 zur Erinnerung an das 450-jährige Jubiläum des Augsburger Religionsfriedens. Seit 2012 ist er Geschäftsführer der Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V..

 
Programm

 

Freitag, 17. März, Balloni-Hallen, 10 Uhr
DIE VIER JAHRESZEITEN - Schulkonzert
Antonio Vivaldis Meisterwerke und Livepainting
zamus-ensemble
Barockvioline & Musikalische Leitung: Mónica Waisman
Tom Lohner, Livepainter
Edda Rosemann, Videokünstlerin


Freitag, 17. März, Balloni-Hallen, 20 Uhr
DIE VIER JAHRESZEITEN - Eröffnungskonzert
Antonio Vivaldis Meisterwerke und Livepainting
zamus-ensemble
Mónica Waisman, Barockvioline & Musikalische Leitung
Tom Lohner, Livepainter
Edda Rosemann, Videokünstlerin


Samstag, 18. März Balloni-Hallen, 20 Uhr
DEUTSCHLANDLIED? 
Streichquartette von Haydn, Beethoven, & Dvorak
Pleyel Quartett Köln 
Thomas Höft, Redner


Sonntag, 19. März 2017, ZAMUS, 11 – 14 Uhr
TAG DER OFFENEN TÜR
Spiele und Musik für die ganze Familie
Programm wird noch bekannt gegeben


Sonntag, 19. März, Trinitatiskirche, 15 Uhr
JAUCHZET GOTT IN ALLEN LANDEN
Kantaten von J.S. Bach und C.P.E. Bach
Marie-Friederike Schöder, Sopran
Alexander Scherf, Violoncello & Musikalische Leitung
Compagnia di Punto
Michael Hofstetter, Musikalische Leitung

In Kooperation mit Forum Alte Musik Köln – WDR 3 Sonntagskonzerte


Montag, 20. März, Club Heinz Gaul, 20 Uhr
TRÄUMEREI
Die Oper in romantischer Klaviermusik
Mildred Derenty-Carmenen, Fortepiano


Dienstag, 21. März, Trinitatiskirche, 20 Uhr
BACHS GEBURTSTAG
Solopartiten von Johann Sebastian Bach
Florian Deuter, Barockvioline


Mittwoch, 22. März, Trinitatiskirche, 20 Uhr
NUN KOMM DER HEIDEN HEILAND
Lutherkantaten von Johann Sebastian Bach
mit Chorälen zum Mitsingen
La Capella Ducale
Monika Mauch, Sopran
Alex Potter, Altus
Markus Brutscher, Tenor
Wolf Matthias Friedrich, Baß
Musica fiata
Roland Wilson, Musikalische Leitung

In Kooperation mit dem Evangelischen Gemeindeverband Köln und Region


Donnerstag, 23. März, ZAMUS
Freitag, 24. März, ZAMUS
Samstag, 25. März, ZAMUS
jeweils 20 Uhr
MUSICA FUGIT - Ein Interaktives Musiktheater
Gerlinde Sämann, Sopran
zamus-ensemble,
Michael Hell, Musikalische Leitung
Theatergruppe Kamchàtka,
Adrian Schvarzstein, Künstlerische Leitung


Samstag, 25. März, Balloni-Hallen, 20 Uhr
DIE ZAUBERFLÖTE
Mozarts Meisteroper in Harmoniemusik
N.N., Sprecher
Vecchio Legno Bläserensemble


Sonntag, 26. März 2017, ZAMUS, 11 – 14 Uhr
ZAMUS SPIELWIESE 
Der Alte-Musik-Nachwuchs-Wettbewerb, 1. Teil


Sonntag, 26. März 2017, Rathausplatz/Alter Markt, 15 Uhr
GOLDENE GLOCKEN
Orginalkompositionen und Bearbeitungen für Carillon
Malgosia Fiebig, Carilloneurin


Sonntag, 26. März, Balloni-Hallen, 20 Uhr
BILDER EINER AUSSTELLUNG
Musik von Modest Mussorgsky und Alexander Borodin
Claire Chevallier, Fortepiano


Montag, 27. März, Volksbühne am Rudolfplatz, 20 Uhr
FETISH BAROQUE
Die etwas andere Barockmusikshow (Achtung: Frei ab 16 Jahren)
Marie Friederike Schöder, Koloratursopran
Fetish Baroque Orchestra

In Kooperation mit der Volksbühne am Rudolfplatz


Dienstag, 28. März, Club Heinz Gaul, 20 Uhr
AMARILI MIA BELLA
Madrigali und Cantaten des Barock
banda scintilla
Studierende des Instituts für Alte Musik der Hochschule für Musik und Tanz Köln
In Kooperation mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln


Mittwoch, 29. März, Emmanuelkirche Köln-Rondorf, 20 Uhr
TOCCATA
Musik von Buxtehude & Bach, Widor & Dubois auf zwei historischen Orgeln
Rudolf Kelber, Organist


Donnerstag, 30. März, Friedenskirche Ehrenfeld , 20 Uhr
CARMINA BURANA HEUTE
Musik aus der Benediktbeurer Handschrift in Begegnung mit Neuer Musik
Ein Gemeinschaftsprojekt der Ensembles „Mixtura“ und „Candens Lilium“
Mixtura:
Katharina Bäuml – Schalmei
Margit Kern – Akkordeon
Candens Lilium:
Sabine Lutzenberger – Gesang
Albrecht Maurer – Gotische Fidel, Rebec, Viola
Norbert Rodenkirchen – historische Traversflöten, Altflöte / Konzept und Organisation


Freitag, 31. März 2017, Balloni-Hallen, 20 Uhr
GLÜCK, DAS MIR VERBLIEB
Opernszenen und Wesendonck-Lieder in Salonmusikfassung
Iris Vermillion, Mezzosopran
Le Quatuor Romantique


Samstag, 1. April, Balloni-Hallen, 20 Uhr
CEMBALO & CEMBALESS
Werke von Johann Sebastian Bach und Ciaconen & Passacaglien
TEIL I - CHROMATISMEN
Justin Taylor, Cembalo
TEIL II - PASSACAGLIA DELLA VITA
Ensemble Cembaless


Sonntag, 2. April 2017, ZAMUS, 11 – 14 Uhr
ZAMUS SPIELWIESE
Der Alte-Musik-Nachwuchs-Wettbewerb, 2. Teil


Sonntag, 2. April 2017, Rathausplatz/Alter Markt, 15 Uhr
DIE GROSSEN ROMANTIKER
Originalkompositionen und Bearbeitungen für Carillon
Frank Deleu, Carilloneur


Sontag, 2. April, Trinitatiskirche, 20 Uhr
MISSA L’HOMME ARMÉ
Messen von Josquin Desprez & Giovanni Pierluigi Palestrina
Jutta Heinrich, Rednerin
Ensemble Alamire
Musikalische Leitung, David Skinner

 
Veranstalter

Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V.

> Weitere Infos

 
Kartenvorverkauf

Karten bei Köln Ticket

T. 0221 2801 

www.koelnticket.de

 

und allen angeschlossenen Vorverkaufsstellen sowie über die ZAMUS-Servicehotline:

T. 0221 98747379

tickets@zamus.de

 
Kontakt

Kölner Gesellschaft für Alte Musik (KGAM e.V.)| ZAMUS

Pressearbeit

Christina Hartmann
christina.hartmann@zamus.de

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